anleitung cannabis outdoor selber anbauen
Wie Cannabis Outdoor selber anbauen
März 16 -2019
Editor

Cannabis Outdoor selber anbauen? Hier ist die Anleitung zum Hanfanbau

Der Anbau von eigenem Hanf oder Marihuana ist spannend und unterhaltsam zugleich. Es kann aber auch frustrierend, enttäuschend und teuer werden. Eine gute, gesunde und ertragreiche Ernte setzt viel Know-How voraus. Glücklicherweise kann eine kleine Plantage, ohne grossen finanziellen Aufwand wertvolles Cannabis liefern. Alles was Du brauchst ist ein privates, sonniges und helles Plätzchen. Das kann ein Garten, wenn möglich sogar an Südhang Lage sein, ein Balkon oder eine Dachterrasse. Du brauchst viel Sonne und Dein Hanf wird sich bestens entwickeln.

Dieser Beitrag versteht sich nicht nur als Anleitung, sondern als Handbuch für Anfänger und Fortgeschrittene. Wir zeigen Dir Schritt für Schritt, was beim Outdoor Growing von Hanf zu berücksichtigen ist. Die verschiedenen Elemente werden wir im Detail beschreiben und natürlich gibt es auch wertvolle Tipps vom Profi. Bist Du bereit? Dann legen wir mal los!

Schritt 1: Ist der Anbau von Hanf legal? Rechtlicher Hintergrund

Legality of cannabis world map

Der Anbau von THC haltigem Marihuana (das Dich „high“ macht) ist in den meisten Ländern und Kantonen verboten. Der Anbau von Hanf hingegen, wird kontinuierlich freigegeben. Die Rechtslage ist von Land zu Land unterschiedlich. Entsprechend ist es wichtig für Dich, dass Du dich vorab über den aktuellen Status in deinem Land und deinem Kanton erkundigst. Am einfachsten ist ein kurzer Anruf bei der nächsten Polizeistelle oder bei der lokalen Staatsanwaltschaft. Dein Freund und Helfer gibt Dir zuverlässig Auskunft.

ProfiTipp: Glaube nicht alles was im Internet steht und vertraue keiner inoffiziellen Stelle. Die Missachtung des Betäubungsmittelgesetzes kann, je nach Land, mit hohen Geldstrafen, Gefängnis oder sogar mit dem Tode bestraft werden.

Unser Video zeigt Dir was passieren kann, wenn Du illegal Cannabis Outdoor anbaust:

Bei Dir ist der Anbau von Hanf erlaubt? Super! Dann kannst Du beruhigt weiterlesen.

Schritt 2: Outdoor vs Indoor Grow – Was ist besser?

mountain grades outdoor hemp field in switzerland europe

Hanf im Freien anzubauen ist relativ einfach und günstig. Outdoor Growing ist vorallem für Anfänger die beste Wahl. Indoor Growing benötigt nicht nur mehr Wissen, sondern auch viel Geld. Denn Canabis benötigt optimale klimatische Verhältnisse. Diese kriegt man Indoor nur mit viel Aufwand und teurem Equipment hin.

Hier sind die Vor- und Nachteile:

– Indoor hat man eine freie Wahl des Standortes, während Outdoor eine sonnige Südlage benötigt.
– Outdoor hat es natürlichweise mehr Schädlinge, welche Indoor besser kontrolliert werden können, wo hingegen Outdoor auch Nützlinge vorhanden sind.
– Indoor Growing steigert den Gehalt der Cannabinoide.
– Indoor spielt das geographische Klima keine Rolle.
Indoor Blüten (Hanfblumen) sind reiner und erster Klasse.
– Indoor ermöglicht höhere Erträge.
– Indoor Anbau benötigt hohe Investitionen und enorme Fixkosten (Equipment & Energie).
– Outdoor ist ein biologischer Anbau problemlos möglich, während dies Indoor nur mit enormem Aufwand machbar ist.

Schritt 3: Worauf ist beim Klima zu achten? Die optimale Umgebung

best outdoor locations for cannabis growing

Es ist wichtig, ein gutes Verständnis für die klimatischen Bedingungen im Anbaugebiet zu haben. Hanf wird auch «Gras» (Unkraut) genannt. Sind die Bedingungen richtig, wächst Hanf auch wie Gras. Bei schlechtem Klima hingegen, kann es zu Störungen in der Entwicklung kommen.

Perfekte Bedingungen für den Outdoor Cannabis Anbau

+ Konstante Temperaturen zwischen 20 und 28° C.
+ Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 80%.
+ Leichter Wind.
+ Regelmässiger Regen.
+ 12 bis 18 Stunden Sonnenlicht.

Ungeeignete klimatische Bedinungen für Hanf

– Temperaturen über 30° C schwächt Hanfpflanzen in der Entwickelung.
– Temperaturen unter 13° C führen zu Schäden, respektive Totalausfall der Ernte.
– Starke Regengüsse und Winde schädigen Hanfpflanzen.
– Zu tiefe Luftfeuchtigkeit schränkt das Wachstum von Jungpflanzen ein.
– Extreme Luftfeuchtigkeit führt zu Schimmelbildung, insbesondere in der Blütephase.

Bei schlechten Bedingungen kann die Pflanze zwar gedeihen. Jedoch werden die Erträge stark mindern. Ergo ist es wichtig, für gute klimatische Bedingungen zu sorgen und die Pflanzen stets im Auge zu behalten.

Schritt 4: Wo soll ich Hanf anbauen? Den richtigen Standort wählen

windshield protects outdoor grown cannabis

Die Wahl des Standortes sollte nicht dem Zufall überlassen werden. Schon gar nicht, wenn man kein Gewächshaus hat. Insbesondere wenn Du Hanf im Garten oder sogar auf einem Feld anbaust. Hanf im freien Feld anzubauen bedeutet, man überlässt Mutter Natur den Entscheid über Erfolg und Misserfolg seiner Ernte. Für Anfänger eigenen sich daher grosse, mobile Blumentöpfe am besten. So kannst Du kurzfristig handeln, falls das Wetter mal umschlägt.

Neben viel Sonne und genügend, aber nicht zu viel Wasser, benötigt Hanf auch etwas Wind. Eine kleine Briese stärkt die Pflanze und lässt sie prächtig wachsen. Deine Hanfpflanzen sollten täglich etwa 5 bis 6 Stunden direktes Tageslicht erhalten. In einer perfekten Umgebung findet die optimale Belichtung am frühen Nachmittag statt. Dann ist natürliches Licht am besten.

Was ist sonst noch zu beachten?

Falls es in Deinem Anbaugebiet zu heiss (über 30° C) wird, dann kann eine Beschattung nützlich sein. Sollten die Temperaturen unter 13° C fallen, so kann man die Pflanzen kurzfristig mit Luftpolsterfolie schützen. Für den Fall, dass Sie in einer Anbauzone lebst, in der sehr viel Wind weht, solltest Du über einen Windschutz nachdenken. Eine Trennwand oder ein Zaun hilft für besseres Wachstum.

Zum Schluss gehört zur Wahl des richtigen Standortes auch der Schutz vor Räubern. Damit sind weder Tiere noch Schädlinge gemeint. Qualitativ guter Hanf hat seinen Wert. Daher solltest Du deine Pflanzen vor Dieben schützen. Hinter einer Sichtschutzwand, Büschen oder Bäumen, lassen sich Hanfpflanzen sicher verstecken. Viele Grower bevorzugen erhöhte Terrassen oder Hausdächer, welche vor dem Blicken der Nachbarn geschützt sind. Maschendrahtzaun hilft wenig. Beachte bitte, dass dein Outdoor Hanf, je nach Sorte, zwischen 2 und 5 Meter hoch wird. Die Sache mit dem Sichtschutz muss also wohl überlegt sein.

Schritt 5: Wann Hanf anpflanzen? Der richtige Zeitpunkt für die Aussaat

sowing cannabis seeds outdoor

Wie in Schritt 3 bereits erwähnt, ist gutes Klima für Hanfpflanzen sehr wichtig. Entsprechend wichtig ist der richte Zeitpunkt zur Aussaat. Am einfachsten, suchst Du via Google nach der durchschnittlich letzten Frostnacht im Jahr. Frost lässt Samen und Stecklinge schnell absterben. Der richtige Zeitpunkt ist also, nachdem Nachts kein Frost mehr aufkommt. In vielen Gegenden spricht man auch von den Eisheiligen. Diese richtet sich nach einer alten und sehr wertvollen Bauernregel. In der Meteorologie bedeuten die Eisheiligen, die letzten Tage von Bodenfrost. Danach kann beruhigt gesät werden.

ProfiTipp: In Zentraleuropa, nördlich der Alpen, kann zwischen Mitte Mai bis Mitte Juni angepflanzt werden.

Stellt man seine jungen Hanfpflanzen zu früh raus, kann Bodenfrost die Pflanzen abtöten. Stellt man seinen Hanf zu spät raus, tritt die Blütephase zu spät ein. Eine magere Ernte ist die Spätfolge.

Zu guter Letzt schadet es nie, wenn man sich mit fachkundigen Gärtnern und Bauern in seiner Region austauscht. Erfahrene Fachleute kennen Deine Umgebung. Sie geben Dir eine Fülle wertvoller Informationen. Die vegetative Entwicklung von Blumen und Gemüse unterscheiden sich nicht stark von der Aufzucht von Cannabis. Wer Gemüse kultivieren kann, sollte auch mit Hanf Glück haben.

Schritt 6: Welche Erde soll ich verwenden? Das perfekte Substrat für Hanf

best substrate medium for cannabis

Hanfpflanzen benötigen relativ viele Nährstoffe. Eine gute Bodenbeschaffenheit ist ein wichtiger Teil für guten Ernteerfolg. Benutze bitte stets Qualitätserde. Die billigste Erde aus dem Baumarkt lässt Dein Gras sicher auch wachsen, aber prächtige Blüten kriegst Du nur mit entsprechend guter Erde.

Woraus besteht qualitativ hochwertige Erde?

1. Humusreiche Erde (Blumen-, Gemüse- oder professionelle Cannabis-Erde).
2. Sand, damit die Wurzeln sich schnell ausbreiten und für gesundes Wachstum sorgen.
3. Kompost, versorgt deine Hanfpflanzen mit genügend Nahrung.

Hanfpflanzen brauchen nährstoffreichen, schwach sauren Boden (PH 5.5 – 6.5). Nährstoffe kann man bei Bedarf mit natürlichem Kompost zuführen. Den PH-Wert des Bodens kann man mit entsprechendem Wasser steuern.

Schlamm- oder Lehmböden stauen Wasser. Stauwasser ist das grösste Gift für Hanfpflanzen. Hanf mag genug Wasser, aber ja nicht zu viel.

ProfiTipp: Anfänger giessen ihre Hanfpflanzen meist zu oft. Der Boden soll feucht, aber keinesfalls nass sein. Stehendes Wasser in Untertöpfen oder Staunässe muss zwingend verhindert werden. Eine Drainage kann Abhilfe schaffen. Untertöpfe sollten nach dem Giessen geleert werden.

Hanfpflanzen brauchen viel Sauerstoff. Dies gilt vor allem für deren Wurzeln. Luftig leichte Erde sowie Töpfe mit guter Luftzufuhr bringen gute Erträge. Alte, ausgelaugte Erde muss nicht unbedingt vernichtet werden. Vermische alte Erde einfach mit frischen Kompost (50%) aufwerten und falls möglich, etwas Wurmhumus hinzufügen. Schon hast Du neue, fruchtbare Erde.

Eignet sich auch sandige Erde?

Vorsicht vor zu sandigen Böden. Diese sind zwar einfacher zu bearbeiten, verbrauchen aber grosse Mengen an Wasser und Nährstoffen. Zudem erwärmt sich dieser Boden schnell. Um sandigen Untergrund mit Hanf zu bewirtschaften, verwendest Du neben Dünger auch Kokosfasern. Die helfen dabei, den Sandboden zubinden, um Sauerstoff und Nahrung zu speichern. In heissen Regionen muss sandiger Boden gemulcht werden. So unterstützt man um die Wasserspeicherung schützt die Wurzeln vor übermässiger Hitze.

Gibt es die perfekte Erde für den Outdoor Cannabis Grow?

Schlickiger Boden ist das perfekte Medium für Hanf. Er ist sehr einfach zu bearbeiten, wärmt sich schnell, hält Feuchtigkeit für 1-3 Tage und enthält eine Menge Nähr- und Ergänzungsstoffe. Diese Art Erde findet man in Flussbeeten und auf dem Boden von Seen. Dieses Medium korrigiert auch Anfängerfehler auf nahezu Null.

Für den Fall, dass Du wirklich grossartige Ergebnisse garantieren willst, dann kannst Du Dir auch hochwertige Cannabiserde zulegen. Im Grow-Shop in Deiner Nähe gibt es alles, was ein Grower-Herz begehrt.

ProfiTipp: Für wenig Geld machst Du Dir die beste Erde selber. Eine kostengünstige Bodenanalyse gibt Dir perfekte Werte um darauf anzubauen und die Erde auf perfekte pH- und Nährstoffwerte (EC Gehalt) zu überprüfen..

Schritt 7: Welchen Dünger braucht Cannabis? Hanf biologisch anbauen

compost organic fertilizer for cannabis

Hanfpflanzen benötigen während ihres gesamten Lebenszyklus viel Nahrung. Im Wesentlichen Stickstoff, Phosphor und Kalium. Je nach Hanfsorte und Beschaffenheit des Bodens, musst Du nach düngen.

Saatguthersteller, Chemieunternehmen, wie auch Hersteller von Medien, raten Dir ihren Flüssigdünger zu anzuwenden. Wir hingegen können Dir nur davon abraten. Mit sogenannten Düngeplänen suggeriert man Dir, dass Deine Pflanzen jede Menge dieser unheimlich teuren «Wundermittel» benötigen. Die Gefahr der Überdüngung ist allgegenwertig und sehr teuer.

Ebenfalls ungeeignet, sind sogenannte Granulate mit Langzeitwirkung. Auch die sind teuer, biologisch nicht unbedenklich und Überdüngung wahrscheinlich.

Handelsübliche Dünger sowie auch Ergänzungsmittel aus dem Fachgeschäft sind kostspielig und können Bodenmikroben schädigen. Sie werden üblicherweise aus chemisch veränderten Mineralsalzen hergestellt. Diese, wie auch Nützlinge der Natur, sind für eine gesunde Entwicklung der Pflanzen sowie der langfristigen und positiven Bodenentwicklung von grossem Wert.

Welches ist der beste Dünger für Outdoor Hanf?

Erfahrene, langjährige Freilandproduzenten setzen auf natürliche und rein biologische Techniken. Nützlinge und mikrobiologisches Leben wird genutzt und Unsicherheiten begrenzen. Es gibt eine Vielzahl kostengünstige und natürliche Düngemittel. Zum Beispiel gibt es Knochenmahl, Fischmehl oder auch Fledermausguano. Der effektivste und einfachste Dünger ist und bleibt frischer Mist (Kuhmist, Hühnermist, Pferdemist). Diesen kann man auch abgepackt im Gartencenter oder im Baumarkt kaufen. Wer nicht zu faul ist und seinen Hausmüll zur Düngung verwenden will, der macht sich seinen eigenen Kompost.

ÖkoTipp: Kompost beinhaltet alle Nährstoffe für einen perfekten Hanfanbau. Cannabispflanzen wachsen und blühen mit Kompostdünger besser als mit jedem handelsüblichen, mineralischen oder synthetischen Dünger. Zudem ist Kompost 100% biologisch.

Warum ist biologischer Hanfanbau Outdoor so wichtig?

1. Beim Blüten rauchen, wie auch beim Konsum von mezinischem Cannabis möchte man mit Sicherheit keine chemischen Giftstoffe einnehmen. Hanfprodukte sollen schliesslich gesund sein und deinen Körper nicht zusätzlich belasten.
2. Haben wir Hanfbauern auch eine Verantwortung gegenüber der Natur. Der Einsatz von Chemikalien schadet der Umwelt, belastet die Böden, wie auch unser Trinkwasser.

Kaufe Dir fertigen Mist, falls Dir die Kompostierung zu aufwändig ist. Diese biologischen Dünger entladen alle wichtigen Nährstoffe schnell und geordnet. Die Pflanze nimmt sich was sie braucht. Eine Überdüngung ist praktisch ausgeschlossen.

Beobachte Deine Hanfpflanzen täglich. Zu viel Wasser und die Blätter krümmen sich nach innen. Zu wenig Wasser und die Blätter beginnen runter zu hängen. Nährstoffmangel sieht man ebenfalls sofort. Die sonst grünen Blätter verfärben sich. Mehr über Nährstoffe, Mangelerscheinungen und Schädlinge vermitteln wir Dir in einem nächsten Beitrag.

ProfiTipp: Zwei Wochen vor der Ernte bitte keinen Dünger mehr zuführen. Im Gegenteil! Die letzten Wochen wird die Pflanze «gewässert». Dabei wässert man jede Pflanze und spült sämtliche Salze und Nährstoffe heraus. Die Blätter beginnen von unten nach oben langsam gelb zu werden. Perfekt! Dann hast Du alles richtig gemacht und die letzte Power geht nur noch in die Blüten.

Schritt 8. Welche Pflanzabstände und Topfgrössen brauch Hanf?

flower pots for cannabis

Beim Freiland-Anbau ist die richtige Samenwahl von grosser Bedeutung. Die richtigen Hanfsamen kaufen ist wichtig. Sonst wachsen sie zu buschig (> 1m) oder werden Baum hoch (> 4m). Ergo richtet sich der ideale Pflanzabstand nach der Hanfsorte Deiner Wahl. Als Faustgrösse ist der optimale Pflanzabstand zwischen 80 und 100 cm.

Die richtige Topf-Grösse für den Outdoor Anbau

Falls Du Hanf in Töpfen anbaust, dann achte darauf, dass Du 2 – 3 verschiedene Topfgrössen brauchst. Samen und Stecklinge werden zur Anzuchtphase in kleinen Töpfen (7 – 10 cm Durchmesser, maximal 11 cm hoch), grossgezogen. Sobald Dein Hanf 15 – 20 cm hoch ist wird umgetopft. Die Wachstumsphase beginnt. Dazu nimmt man frische Erde. Wiederum ein Gemisch aus Blumenerde, Sand und Kompost, und stellt die Pflanze in Topfgrösse 2 (15 – 20 cm Durchmesser und maximal 25 cm Höhe). Nach einer Höhe von 30 – 50 cm kann noch einmal umgetopft werden. Optimale Ergebnisse bekommt man in grossen Töpfen ab 25 Liter. Diese haben einen Durchmesser von ca. 33 cm. Hier kann nun Deine Hanfpflanze bis zur vollen Blüte wundervoll gedeihen. Je grösser der Topf, desto grösser wird auch Deine Pflanze.

ProfiTipp: Eine grosse Pflanze ist nicht gleichbedeutend wie eine ertragreiche Ernte. Je nach Sorte kann man mit kleineren Töpfen die Erträge steigern. Man kann das Wachstum der Blüten steigern, in dem die Pflanze weniger Energie für Stängel und Blätter verschwendet.

In Töpfen ist ein Pflanzabstand von 15 – 50 cm sinnvoll. Achte bei der Wahl der Töpfe unbedingt auf genügend grosse Überlauflöcher im Boden. Erinnerst Du dich? Staunässe ist Gift für jede Gattung der Cannabaceae (Cannabis Indica, Sativa or Ruderalis). Zudem sollten Deine Töpfe grosse Luftlöcher haben, so dass die Wurzeln genügend Sauerstoff bekommen. Untertöpfe sind auf Terrassen oder Balkonen zu empfehlen.

ProfiTipp: Verwende im freien keine Töpfe aus Kunststoff. Professionelle Cannabis Produzenten verwenden Tontöpfe. Diese erhitzen sich an der prallen Sonne viel weniger und speichern wertvolles Wasser.

Vorsicht beim Umtopfen! Die zarten, feinen Wurzeln der Hanfpflanzen sind äusserst empfindlich. Diese dürfen beim Umtopfen nicht beschädigt werden.

Schritt 9: Welche Hanfsorte anbauen? Die besten Outdoor Cannabis Strains

overview to choose the right cannabis strains

Der Erfolg beim Anbauen von Hanf beginnt mit der richtigen Sorte. Hier gilt: Wer die Wahl hat, hat die Qual. Es gibt tausende verschiedener Cannabis-Sorten. Fast täglich entwickeln Cannabis Züchter, wie die Jungs von Mountain Grades, neue Sorten. Dabei wird versucht, die Genetik der neuen Sorten kontinuierlich zu verbessern.

Wer Hanfsamen kaufen will, sollte sich zuerst 3 Fragen stellen:

1. Ist die gewählte Sorte in meinem Anbaugebiet legal?
Die in Schritt 1 erwähnten Abklärungen können dich in der Wahl stark einschränken. Lass Dir vom Samen- oder Steckling-Lieferanten zwingend einen Prüfbericht mitliefern. Angaben über THC- und CBD-Gehalt müssen von einem zertifizierten Labor bestätigt sein.
2. Ist die Sorte Outdoor geeignet für meine Klimazone?
Macht der Lieferant keine oder ungenügende Angaben, dann Finger davon. Einige Sorten lieben tropisches Klima. Andere gehen darin ein oder vermindern ihren Ertrag. Wähle eine Sorte, welche in Deinen Sommermonaten die volle Blüte beenden kann. Jeder Cannabis Strain hat eine kürzere oder eben auch längere Wachstums- und Blütephasen. Die Blüten müssen fertig sein bevor der Winter einbricht. Ansonsten kann es zum Totalausfall kommen.
3. Wofür baue ich den Hanf an?
Unterschiedliche Sorten liefern unterschiedliche Resultate. Arten, welche in der Europäischen Union angebaut werden dürfen, müssen im gemeinsamen Sortenkatalog der EU gelistet sein. Hierbei handelt es sich fast ausschliesslich um Industriehanf, mit THC- und CBD-Werten von weniger als 0,2%. Nutzhanf kann für vieles verwendet werden. Z.B. für Hanffasern, Seile, Papier oder als Dämmstoff. Deren Samen sind als Hanfnüsse oder Hanfsamen Öl äusserst proteinhaltig.

Die grossen Unterschiede der Cannabis Sorten

Während Industriehand (z.B. Cannabis Sativa L, Cannabis Fedora oder Cannabis Ruderalis) für industrielle Zwecke angebaut wird, sind Raucher oder medizinische Cannabis Patienten schlecht beraten solchen zu konsumieren. Qualitativ wertvolle Cannabis-Produkte (für CBG Blüten, CBD Öl, Hanftee oder Extrakte werden aus Cannabis Indica oder Indica/Sativa Hybrid Sorten hergestellt. Solche Samen und Klone sind massiv teurer als Industrieware. Zudem gibt es grosse Unterschiede in THC/CBD Gehalt. Hoch gezüchtete Indica Sorten bieten bis zu 30% THC. Solches Marihuana fährt nicht nur ein. Es kann sogar einen routinierten Kiffer umhauen. Andere Hybrid-Sorten wurden auf CBD ausgelegt. MG Green Indica z.B., bietet über 21% CBD mit weniger als 0,8% THC. Ein einzigartiges Produkt, welches CBD-Patienten bevorzugen, da es nicht «high» macht.

Medizinische Patienten sollten sich vor der Cannabis Anwendung von einem Arzt oder Apotheker beraten lassen. Denn je nach Krankheitsbild benötigen Patienten mehr oder weniger THC respektive CBD oder CBG. Entscheidend ist die Krankheit, welche behandelt werden soll. Krankheiten werden über Dein endogenes Cannabinoid-System gesteuert. Mit THC werden CB1, mit CBD und CBG werden CB2 Rezeptoren behandelt.

ProfiTipp: Bevor Du dich für eine Hanfsorte entscheidest, mach Dir Gedanken wofür Du den Hanf später verwenden willst. Lass Dir stets ein THC/CBD Analyse eines zertifizierten Labors mitliefern.

Schritt 10: Hanfsamen oder Stecklinge anbauen? Die Mutterpflanze

Sativa seedling used to grow cannabis outdoors

Du hast die freie Wahl zwischen Samen und Klonen (oder auch Stecklinge genannt). Wenn Du dich für Samen entscheidest, hast Du bestimmt eine viel grössere Auswahl. Dafür aber auch ein grösseres Risiko, denn bei Samen musst Du mit 10-20% Ausfallrate rechnen. Zudem dauert der komplette Reifeprozess natürlich auch ein paar Wochen länger.

Falls Du Cannabis Stecklinge kaufen möchtest, dann hast Du den Vorteil, dass diese bereits eine gewisse Grösse haben und bei richtiger Pflege ist auch die Ausfallrate gering.

Vorteile einer gesunden Mutterpflanze

Das Klonen erfordert eine sogenannte Mutterpflanze. Eine Pflanze, die täglich unter 16-24 Stunden Licht gehalten wird. So beginnt sie nicht zu blühen. Jeder der eine Mutterpflanze besitzt kann Stecklinge verkaufen. Der grosse Vorteil von Klonen besteht darin, dass die Mutterpflanzen als Referenz angeschaut werden kann. Zudem ist sichergestellt, dass Klone immer weiblich sind und stets ähnliche Eigenschaften aufweisen.

Ein Nachteil von Stecklingen ist, dass sie im Allgemeinen etwas kleiner Wachsen als von Samen. Somit kann auch der Ertrag etwas tiefer ausfallen. Ausserdem fehlt geklonten Pflanzen jeweils die Pfahlwurzel. Dies ist die dicke Haupt-Wurzel, welche tief in den Boden eindringt. Sie dient im Freiland dazu, die Pflanze auszugleichen und Grundwasser aufnehmen zu können. Klone sind daher eher hilflos bei starken Winden und Trockenzeiten.

Vor- und Nachteile von Cannabis Samen

Pflanzen welche aus Samen entwickelt werden, sind als Jungpflanzen im Vergleich zu Klonen robuster. Cannabis-Stecklinge sind tolerant gegenüber niedrigen Temperaturen und Nässe. Das bedeutet, dass Sie im späten Winter gezielt Samen in einem Gewächshaus pflanzen können. Dies selbst in kühleren, feuchteren Umgebungen. Falls die Samen von innen beginnen zu spriessen, sollten sie vor dem Transplantieren sogar erstarrt sein.

Der entscheidende Nachteil bei der Entwicklung von Saatgut ist, dass es keine Zertifizierung gibt. Keiner kann vorausschauend sagen, was es geben wird. Jeder Hanfsamen ist ein Unikat und liefert eine einzigartige Pflanze. Zudem produzierst Du mit standardisierten Hanfsamen weibliche und männlichen Pflanzen. Bei Industriehanf-Sorten sogar Zwitter. Zwitter und männliche Pflanzen produzieren keine Blüten. Und die Blüten sind mit Abstand das wertvollste einer jeden Cannabis Sorte. Von männlichen oder Zwitter-Pflanzen bestäubte Blüten sind ebenfalls wertlos. Ergo müssen männliche Pflanzen vor der Blüte manuell entfernt werden.

Was sind feminisierte und Auto-Flowering Samen?

Doch es gibt auch noch teurere Samen. Sogenannte feminizierte und auto-flowering Samen. Wie es die Namen schon erahnen lassen, bekommst Du von feminisierten Samen, ausschliesslich weibliche Pflanzen. Selbstblühende Samen sind eine weitere wichtige Entscheidung für die Entwicklung im Freien, da sie anfangen zu spriessen, sobald sie sich voll entwickelt haben. Ergo wird von diesen Gattungen die Tageslänge weniger beachtet. Mit autoflowering-Saatgut kannst Du bis zu 2x jährlich ernten. Im Spätfrühling und Spätherbst.

Schritt 11: Wieviel Wasser braucht Hanf? Die richtige Bewässerung

watering cannabis the right way

Unter freiem Himmel wird Dein Hanf vom Himmel oder vom Grundwasser getränkt. Giessen ist nur in brodelnd heissen Sommermonaten nötig. Riesige Cannabispflanzen können in extrem heissen Tagen bis zu 30 Liter Wasser benötigen.

Falls es in deiner Klimazone zu stark regnet, musst Du zwingend eine Drainage anlegen. Überschüssiges Wasser muss versickern können. Bei anhaltender Nässe ist Cannabis sehr anfällig für ansteckende Krankheiten. Die sonst schneeweissen Wurzeln werden braun und beginnen zu faulen. Diese Fäulnis geht weiter bis zum Tod der Pflanze.

Wie man Staunässe beim Outdoor Hanfanbau entgegengewirkt

A) Pflanzen in Hochbeeten oder auf einem Hügel anbauen.
B) Einen Graben für eine Drainage einplanen.
C) Den Untergrund mit Kies, Hydrokugeln oder Perlit anreichern.

Bei der Bewässerung von Hanf gilt: Lieber zu wenig Wasser, als zu viel. Teste den Boden mit deinem Zeigfinger. Sind die ersten 5 cm komplett ausgetrocknet, kannst Du leicht nachwässern. Hanf in Blumentöpfen lassen sich noch einfacher regeln. Gib nur soviel Wasser, bis ganz wenig in den Untertopf ausläuft. Untertöpfe sogleich leeren, damit die Pflanze nicht im Wasser steht (Staunässe).

Prüfe Dein Wasser für erfolgreichen Hanfanbau

Falls Du Brunnen- oder Leitungswasser verwendest, dann solltst Du es zuerst testen. Wasser kann abnormale Mengen an aufgelösten Mineralien enthalten. Diese können den pH-Wert der Erde negativ beeinflussen. Zudem kann Wasser grosse Mengen an Chlor enthalten. Chlor tötet das Bodenleben komplett. Viele Grower kontrollieren und steuern ihr Wasser konsequent.

Giesswasser für Cannabis sollte eine Temperatur zwischen 20° und 25°C haben. Zu kaltes oder zu warmes Wasser schädigt die Wurzeln und somit die Pflanze. Hanfpflanzen in Erde angebaut, lieben einen pH-Wert von 5,5 bis 6,5. Ein zu hoher oder zu tiefer pH-Wert schmälert das gesunde Wachstum. Pflanzen können sogar absterben.

Warum ist der EC Wert wichtig beim Outdoor Anbau?

Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Der EC-Wert (electric conductivity). Die elektrische Leitfähigkeit wird in mS angegeben. Im Wasser beeinflusst der Salzgehalt die elektrische Leitfähigkeit, je höher der Salzgehalt, desto höher die Leitfähigkeit. Dadurch wird über den EC-Wert die Düngermenge gemessen. Beim Grow auf Erde sollte in der Wachstumsphase der EC-Wert zwischen 0,8 bis 1,2 mS liegen. In der Blütephase steigert sich deren Nährstoffbedarf. Der EC-Wert sollten kontinuierlich von 1,3 auf 2,0 gesteigert werden.

ProfiTipp: Kaufe Dir ein gutes pH- und EC-Messgerät. Kontrolliere Dein Giesswasser sowie das Drainage-Wasser.

Aber Achtung: Die letzten 2 Wochen wird jede einzelne Pflanze mit Wasser gespült. Das heisst, es darf kein Dünger mehr verwendet werden. Es werden sämtliche Dünger und Salze herausgespült. Der EC-Wert wird auf 0 gesenkt. Dadurch erreichst Du einen optimalen Geschmack Deiner Buds (Blüten).

Falls Dir die Bewässerung Kopfschmerzen bereitet, kaufe Dir ein günstiges Bodenfeuchtemessgerät. Ein ordentliches Instrument für den Neuling.

Schritt 12: Wie pflege ich Outdoor Hanf? Dein grüner Daumen ist gefragt

beautiful cannabis buds

Natürlich brauchen Hanfpflanzen auch Pflege. Egal ob im Freien, in Töpfen oder Indoor. Begutachte den Boden und die einzelne Pflanze täglich. Sobald Du eine Veränderung feststellst, gehe den Ursachen auf den Grund. Sind diese nicht saftig grün, dann fehlt deiner Pflanze etwas. Schädlinge und Mangelerscheinungen können jederzeit auftreten.

1. Überprüfe den Boden. Nimm die Werte aus Schritt 11 zu Hilfe.

2. Schau Dir die Blätter an. Falls diese nicht saftig grün sind, dann fehlt Deiner Pflanze etwas. Schädlinge und Defizite können jederzeit auftreten.

Schütze Deine Hanfkultur auch vor Stürmen oder massiven Regenfällen. Solche klimatischen Ereignisse schädigen oder zerstören Deine Arbeit in Null Komma nichts. Windschutz und Abwasser-Drainage sollten jederzeit funktionstüchtig sein.

Schütze Deine Hanfpflanzen vor Ungeziefer & Frost

Temperaturen unter 5° C schaden Deinem Hanf sofort. Stell bitte sicher, dass Deine Pflanzen jederzeit auch kurzfristig geschützt sind. Decke deine Pflanzen mit Luftpolster-Folie ab oder stelle sie an einen warmen Ort.

Nicht nur Menschen, sondern auch Schädlinge lieben Hanf. Im Outdoor Anbau, vor allem im Freiland, wirst Du schnell ungeliebte Gäste bekommen. Angefangen bei Hirschen, Rehen, Kaninchen oder Mäusen. Diese können mit Zäunen sehr effektiv draussen gehalten werden. Schlimmer wird es, wenn die glitschigen Schnecken und andere kleinen Krabbeltiere den Hanf riechen. Schädlinge fliegen ebenfalls auf Hanf. Im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist auch beim Hanfanbau eine gute Idee, auf Mischkulturen zu setzen. Das ist das Gegenteil einer Monokultur. Pflanze neben Hanf auch andere Blumen, Gemüse und Zierpflanzen. So konzentrieren sich Schädlinge nicht nur auf den exklusiven Hanf. Gewisse Blumen und Kräuter halten Insekten auch gezielt fern. Auf Pestizide und Fungizide ist zwingend zu verzichten. Schliesslich möchtest Du am Schluss deinen Hanf als Naturprodukt konsumieren.

Fazit

Analysiere Deine Cannabispflanzen täglich. Je früher Du eine Veränderung deiner Pflanze bemerkst, desto schneller und einfacher kannst Du darauf reagieren und korrigierend einwirken. Im Falle eines Falles gibt es für Hanfpflanzen zahlreiche natürliche und höchst effiziente Gegenmittel. Sei es bei Mangelerscheinung, wie auch bei Insektenbefall.

Wir hoffen, dass alle Deine Fragen zum Anbau von Cannabis im Freien beantwortet sind. Falls Du weitere Informationen benötigst, dann hinterlass unten einfach einen Kommentar. Unser Team hört gerne von Ihnen.